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Gewaltprävention

Streitschlichtung

Ebenfalls seit dem Schuljahr 2000/2001 existiert im Rahmen unseres Gewaltpräventionskonzeptes das Projekt der Streitschlichtung an unserer Schule.Streitschlichter_2

Was bedeutet „Streitschlichtung“?

Die Streitschlichtung (oder auch Mediation genannt) ist ein Verfahren der Konfliktlösung. Hierbei geht es um die Vermittlung bei Streitigkeiten mittels unparteiischer Dritte, welche von allen Konfliktparteien akzeptiert werden. Zielsetzung ist das Finden einer einvernehmlichen Lösung. Hierbei sind die Kontrahenten selbst gefordert Lösungen zu erarbeiten – die StreitschlichterInnen unterstützen diesen Prozess lediglich durch ihre Kenntnisse im Umgang mit Konflikten. Sie fällen keine Entscheidungen oder Urteile.

Die Streitschlichtung verläuft ganz bewusst ohne „Einmischung“ der LehrerInnen und natürlich ohne Strafen – denn keiner der Streitenden soll sich als „Verlierer der Situation“ fühlen. Somit wird auf allen Ebenen das eigenverantwortliche Handeln trainiert und umgesetzt und letztlich das soziale Miteinander in der Schulgemeinschaft gefördert.

 

„Ausbildung“ der StreitschlichterInnen:

Jährlich werden geeignete SchülerInnen der Klassenstufe 7 von Frau Boll (und seit 2007 zusätzlich von Frau Eiserloh/ Schulsozialarbeit) über den Zeitraum eines halben Schuljahres zu StreitschlichterInnen ausgebildet. In ca. zehn praxisorientierten Trainingseinheiten am Nachmittag lernen die angehenden StreitschlichterInnen Notwendiges über Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien – und werden so befähigt, MitschülerInnen  bei der Klärung ihrer Streitigkeiten am Lernort Schule/im Klassenverband zu unterstützen.

 

Aus der Praxis:

Unser Team der StreitschlichterInnen hat einen eigenen Streitschlichterraum, welcher in jeder Pause mit zwei diensthabenden StreitschlichterInnen besetzt ist. Somit ist gewährleistet, dass in allen Pausen, (und bei Bedarf) immer ein Streitschlichterpaar in Konfliktfällen unterstützend zur Seite stehen kann. In jeder Klasse hängt ein entsprechender Dienstplan der StreitschlichterInnen für alle SchülerInnen ersichtlich aus.

Im Schuljahresverlauf trifft sich das Gesamtteam je nach Bedarf in regelmäßigen Abständen: so z.B. zum Kennenlernfrühstück, zur Dienstplangestaltung, zur Auffrischung von Trainingsinhalten, zur Problemklärung, zur Gemeinschaftsaktion (z.B. kegeln) oder zum regionalen Streitschlichtertreffen des Landkreises Bernkastel-Wittlich.  

Unser engagiertes Streitschlichterteam besteht derzeit aus 23 SchülerInnen der Klassenstufen 7-10. Als Dank für dieses freiwillige Amt in der Schulgemeinschaft erhalten alle TeilnehmerInnen jährlich ein Zertifikat/Bescheinigung.  

 

ProPp: “Schüler und Schülerinnen stärken - Konflikte klären”

Seit Beginn des Schuljahres 2000/2001 bieten wir aus diesem Grund an unserer schulgewalt-/suchtpräventiv das Konzept: Programm zur Primärprävention ( ProPp ) an. Hier trainieren und lernen SchülerInnen der Klassenstufen 5 und 6 wöchentlich zwei Schulstunden über den Zeitraum von zwei Jahren intensiv im Klassenverband lösungsorientiert mit Konflikten umzugehen, eigene und fremde Stärken und Schwächen kennen und akzeptieren und erfolgversprechend mit einander zu kommunizieren. Somit wird das Klassenklima insgesamt positiv beeinflusst und nicht zuletzt Außenseitertum und Mobbing vorgebeugt. Diese ausdauernde, konsequente Durchführung hat deshalb eine solch positive nachhaltige Wirkung, weil sie fest und langfristig im Schulkonzept verankert ist und  sowohl von der Schulsozialarbeit (SSA) als auch den jeweiligen KlassenlehrerInnen durchgeführt und mitgetragen wird. Sowohl die SSA als auch die jeweiligen KL´s haben eine entsprechende Fortbildung besucht. 

 

Mittelpunkt der ProPp-Stunden bilden Übungen und Spiele im Klassenverband, welche folgende Präventionsziele im Sinne einer positiven Gesamtentwicklung unserer SchülerInnen unterstützen:

  • Förderung von Selbstwert- und Selbstvertrauen (Selbstwahrnehmung, Selbstwertschätzung, Selbstverantwortung etc.)
  • Förderung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit ( soziale Beziehungen in der Klasse, Kommunikation / Gesprächsregeln, Klassenrat, Regeln des täglichen Miteinanders etc.)
  • Förderung der Konfliktfähigkeit ( Konfliktbewältigung / Streitkultur)

 

Sowohl von SchülerInnen- als auch LehrerInnenseite wurde ProPp in den vergangenen Jahren durchweg positiv aufgenommen. So merkte ein Schülerin einem Fragebogen an :„Ich würde ProPp die Note 1 geben, weil es mein Lieblingsfach ist und es keine Noten gibt und wir immer viel Spaß miteinander haben.“

Nicht zuletzt bleibt anzumerken, dass unsere Schülerschaft im Großen und Ganzen über eine hohe Sozialkompetenz verfügt, was sich sowohl an einem entspannten Schulalltag ohne größere, unschöne zwischenmenschliche Zwischenfälle, positivem Klassenklima statt Mobbing, weniger Streitereien, sauberem und intaktem Schulgebäude usw. deutlich wird!   

 

Projekt: PiTDSCF0308

 

Aufbauend auf die Gewaltprävention in der Orientierungsstufe (ProPp) bieten wir an unserer Schule das Programm: Prävention im Team (PiT)an, welches in Kooperation von Schule und Polizei (Beauftragte für Jugendsachen) vorrangig in den Stufen 7-8 durchgeführt wird. Wir arbeiten hier primär und intensiv gewaltpräventiv mit unserer Schülerschaft; weiterhin finden je nach Bedarf zusätzlich Projekttage -bzw. Stunden zu anderen relevanten Themen, wie z. B. Sucht, Medienkompetenz oder Toleranz (jeweils auch in Kooperation mit unterschiedlichen externen Fachkräften) statt. Hierbei steht eine enge Kooperation und Verzahnung unterschiedlicher Fachkräfte und Fächer im Mittelpunkt unseres Arbeitens. Somit werden sowohl durch KlassenlehrerInnen, Schulsozialarbeit, Polizei als auch durch FachlehrerInnen (z.B. Gesellschaftslehre, Religion, Sport, Deutsch) gewaltpräventive Maßnahmen angeleitet und Themen bearbeitet. Die Inhalte werden auf unterschiedliche Art und Weise vermittelt, z. B. Vorträge, Dienststellenbesuch der Polizei, Rollen- und Interaktions -und Kooperationsspiele, Filmsequenzen, Einzel- und Gruppenarbeit etc. Eine ganzheitliche und fächerübergreifende Prävention im Sinne der SchülerInnen ist somit gewährleistet.

Folgende Ziele werden mit PiT verfolgt:

  • Stärkung des Normenbewusstseins unserer Jugendlichen (z.B. Jugendschutzgesetz, Strafmündigkeit, Rechtsempfinden etc.)
  • Stärkung/Steigerung sozialer Kompetenzen (soziale Verantwortung)
  • Stärkung des Selbstbewusstseins/Selbstwertgefühl
  • Training gewaltfreier, konstruktiver Konflikte und Problemlösungen
  • Steigerung des sozialen Klassen- und Schulklimas